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Wir lieben die Berge.
Wir schützen die Natur.
Wir sind viele.

Skidurchquerung von Arolla nach Zermatt 12.04.– 15.04.2

Für Dirk, Elfi, Walter, Michi, Tobi, Elli, Klaus und Adam sollte es noch einmal etwas höher und alpiner werden. So wurde flott von Arolla aus die Skipiste hoch zum Pas de Chevres (2855m) unter die Felle genommen. Von hier bot sich der erste Blick auf den sehr schönen Mont Blanc de Cheilon (3869m), welcher am nächsten Tag bestiegen wurde. Aber vorher Ski ab, 100 Meter die Leitern runter und über den Glacier de Cheilon gemütlich rüber zur Cabane des Dix (2928m). Ein Teil der Gruppe stieg noch zur besseren Akklimatisierung auf den Hausberg La Luette (3584m). Der Rest beobachtete das Treiben auf der vollen, aber gut organisierten Hütte.

Beim Frühstück passierte dem Hüttenteam allerdings ein kleiner Patzer: es gab nämlich kein Frühstück, da man das Agreement mit den Forcheimer Frühaufstehern vergessen hatte. Also noch einmal in die Betten gekrabbelt und später mit dem Rest der Hütte gefrühstückt.

Über den Glacier de Cheilon gings nun zum Col de Cheilon (3237m), wo auf den Glacier du Giétro gewechselt und angeseilt wurde. Vorbei an einigen schönen Seracs erreichte man bald den Skigipfel des Mont Blanc de Cheilon (3827m). Mit Steigeisen gings ziemlich steil weiter zum Sommergipfel. Die Abfahrt war wundervoll, nicht nur weil die Sonne nun herauskam. Der schöne Schnee an La Luette lud kurz vor der Hütte noch zu ein paar Extrahöhenmetern und -schwüngen ein.

Zusammen mit vielen anderen wurde am nächsten Tag bei herrlichem Wetter über den Glacier de Tsena Refien der Pigne d'Arolla (3790m) bestiegen. Die Menschenmassen störten aber nicht, da die Gletscher sehr weitläufig waren und keiner Stress oder Zeitdruck hatte. Es konnten auch außergewöhnliche Tourengeher beobachtet werden: viele Leistungssportler, die mit Minimalausrüstung für die Patrouille des Glaciers trainierten und wahrscheinlich nicht minder sportliche Bergsteiger mit antiken Holzski, Lederschuhen und dazu passender Kleidung.

Der Pigne d'Arolla stellte sich als wundervolle Aussichtskanzel heraus, von wo viele 4000er ausgemacht werden konnten. Die Weite unseres Vorhabens zeigte sich durch das kleine und weit entfernte Matterhorn am Horizont.

Die Abfahrt zur Cabane des Vignettes (3158m), war steil, schön und problemlos. Vor der Hütte wurde in herrlichem Ambiente noch einmal die Spaltenbergung trainiert.

Am letzten Tag sollte die längste Etappe folgen. Nach einer kurzen Abfahrt auf den Glacier du Mont Collon gings auf diesem Gletscher einfach und gemütlich hoch zum Col de l'Evêque (3395m). Hier erfolgte eine Abfahrt der Extraklasse auf dem Haut Glacier d'Arolla und dann gings hoch zum Col du Mont Brulé (3213m). Ab hier wurde es für die nächsten 2 Stunden richtig sportlich: Erst gings steil mit Steigeisen hoch zu diesem Sattel und nach einer kurzen Abfahrt bei bitterkaltem Gegenwind, der sich zu Sturmstärke steigerte, hoch zum Col de Valpelline (3554m). Dieser Aufstieg kostete Kraft und Durchhaltevermögen, war im Sattel angekommen aber vergessen, denn am Ende dieses Aufstiegs bauten sich vor blauem Himmel spektakulär Dent d'Herens, Matterhorn, das Monte Rosa, Obergabelhorn und Co. auf!

In der 2000hm langen Abfahrt über Tiefmatten- und Zmuttgletscher nach Zermatt gab es bis auf Champagnepowder eigentlich alles, was das Skitourengehen bietet: Steilhänge, Gletscherbrüche, grandiose Berge, harten Schnee, weichen Sulz, lange Schussfahrten und zum Schluss sogar noch ein paar Pistenmeter. So plötzlich eine vier, fünf Meter schmale Piste mit den gewaltigen Gletschern zu tauschen kann natürlich nicht gut gehen – drum gabs gleich einen kleinen Zusammenstoß mit einem Pistenfahrer. Hat aber nix gemacht, es war trotzdem eine wahnsinnig tolle Skihochtour!

Bericht vom 12. April 2014
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